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  1. MEIN NACHBAR IST UM DIE 40. ER RAUCHT, IST BRAUN GEBRANNT UND ÄHNELT EIN BISSCHEN DEM MANN AUS DER COCA-COLA WERBUNG, BESONDERS WENN ER NUR SEIN WEISSES UNTERHEMD TRÄGT. ER WOHNT ALLEINE, BEKOMMT ABER OFT BESUCH. ER KÜMMERT SICH LIEBEVOLL UM SEINE PFLANZEN UND HAT DIE GLEICHEN TERRASSENMÖBEL WIE DER NACHBAR DANEBEN.

    Serie von 20 Barytprints, 40x25cm, 2012

    Das Projekt „Mein Nachbar ist um die 40...“ ist im Rahmen meiner Beschäftigung mit nachbarschaftlichen Beziehungen entstanden. Es schließt an die Projekte „Grundsteingasse 20/8“ (Nachinszenierung meiner eigenen Vorurteile gegenüber meinen Nachbarn) und „Haus 33“ (meine ehemaligen MitbewohnerInnen dokumentieren ihr Leben mittels Einwegkameras) an.

    Es interessiert mich, warum viele Personen quasi hinter zugezogenen Vorhängen leben. Balkongeländer werden mit Plastikfolie oder Bambus- matten verhängt, und oft scheint es als werden Vorhänge und Jalousien zugezogen, sobald jemand nachhause kommt.

    Ist es wirklich so schlimm in die Fenster meiner Nachbarn zu sehen oder umgekehrt? Was würden meine Nachbarn über mich erfahren beim Blick in meine Fenster? Beobachten sie mich? Stört mich das?